Die Ausgangssituation
Nach der Promotion und dem Wechsel in die Industrie stieg das Einkommen von Max B. deutlich. Monatlich blieb erstmals regelmäßig Geld übrig. Ein Teil lag auf dem Girokonto, ein Teil auf einem Tagesgeldkonto. Zusätzlich bestanden mehrere Versicherungen aus Studienzeiten. Eine klare Aufteilung zwischen Rücklage, Immobilie, Investment und langfristiger Vorsorge gab es nicht.
Max B. kam zunächst mit der Frage, welches ETF- oder Fondsinvestment für ihn geeignet ist. Im Gespräch wurde jedoch schnell deutlich: Sein emotional wichtigstes Ziel war nicht die Altersvorsorge, sondern eine eigene, hochwertige Immobilie in einigen Jahren. Das gesamte freie Kapital langfristig am Aktienmarkt zu investieren, passte deshalb nicht zu seinem Hauptziel.
Der ganzheitliche Finanzcheck
Statt sofort ein Anlageprodukt auszuwählen, wurden alle relevanten Bereiche transparent auf einer Seite zusammengeführt:
- monatlicher Überschuss und schwankende Ausgaben
- vorhandene Rücklagen und geplante größere Anschaffungen
- bestehende Versicherungen und Einkommensabsicherung
- gewünschter Zeitpunkt und realistischer Preisrahmen der Immobilie
- notwendiges Eigenkapital einschließlich Kaufnebenkosten
- langfristige Vorsorge für später, ohne das Immobilienziel auszubremsen
Der Check zeigte: Die Liquiditätsreserve war nicht klar vom Immobilienkapital getrennt. Eine hohe Aktienquote war für den geplanten Kaufzeitraum ungeeignet, weil das Kapital bei der Suche nach einer passenden Immobilie vollständig verfügbar sein musste.
Die entwickelte Lösung
Gemeinsam entstand eine Drei-Töpfe-Struktur. Der erste Topf blieb jederzeit verfügbar und deckte Notfälle sowie ungeplante Ausgaben ab. Der zweite Topf diente vorrangig dem Immobilienziel und wurde entsprechend des geplanten Kaufzeitpunkts defensiver aufgebaut. Der dritte Topf diente dem langfristigen Vermögensaufbau und der privaten Vorsorge und enthielt geeignete ETFs und Fonds.
Bestehende Verträge wurden nicht pauschal ersetzt. Sinnvolle Lösungen blieben bestehen. Eine erkennbare Lücke bei der Einkommensabsicherung wurde separat geschlossen, weil ein Immobilienplan ohne abgesichertes Einkommen instabil ist.
Messbarer Output: Drei klar getrennte Vermögenstöpfe
Gerundete Fallwerte: 18.000 Euro Sicherheitsreserve, 1.100 Euro monatlicher Aufbau des Immobilienkapitals, 350 Euro monatliches ETF- und Fondsinvestment
Immobilienziel: 90.000 Euro verfügbares Eigenkapital innerhalb des geplanten Zeitfensters
Transparenz: Alle bestehenden Verträge erfasst; zwei blieben unverändert, eine Absicherung wurde gezielt ergänzt
Entscheidung: Immobilie erhielt Priorität, private Altersvorsorge lief als langfristiger Ergänzungsbaustein weiter
Das Ergebnis
Max B. hat nicht einfach „ein Investment“ abgeschlossen. Er kennt jetzt den monatlichen Betrag für sein Immobilienziel, den Betrag für den langfristigen Vermögensaufbau und die feste Untergrenze seiner Sicherheitsreserve. Das wichtigste Ergebnis ist damit nicht ein Produkt, sondern eine klare Entscheidungslogik.
„Ich wollte ursprünglich nur wissen, wo ich mein Geld anlege. Jetzt weiß ich vor allem, wofür welcher Teil meines Geldes gedacht ist.“ - Max B.
Update März 2026
Seit der Beratung wurde die vereinbarte Drei-Töpfe-Struktur konsequent umgesetzt. Die Sicherheitsreserve blieb vollständig erhalten. Das Immobilienkapital wuchs durch die monatliche Sparrate und die gezielte Sicherung bereits erzielter Erträge auf 67.400 Euro. Als sich der geplante Kaufzeitpunkt auf weniger als zwei Jahre verkürzte, wurde der aktienbasierte Anteil des Immobilienkapitals verkauft und in schwankungsärmere Anlagen übertragen. Das langfristige ETF- und Fondsinvestment für die private Vorsorge lief davon getrennt weiter.
Bei der Gewinnsicherung wurden 2.650 Euro Kapitalerträge realisiert. Der persönliche Sparer-Pauschbetrag wurde über den hinterlegten Freistellungsauftrag vollständig genutzt. Der verbleibende Erlös wurde in den defensiven Immobilientopf reinvestiert.
Stand März 2026: 67.400 Euro Immobilienkapital aufgebaut
Zielerreichung: Rund 75 Prozent des geplanten Eigenkapitals vorhanden
Gewinnsicherung: Aktienbasierter Immobilienanteil vor dem Kaufzeitraum vollständig gesichert
Steuern: Persönlichen Sparer-Pauschbetrag genutzt und Erlöse reinvestiert
Laufende Struktur: 1.100 Euro monatlich für die Immobilie und 350 Euro für langfristige ETFs und Fonds
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